Sommerpause vom 21.08. bis 09.09.2019

Aktuelles aus München
12.08.2019

Sommerpause vom 21.08. bis 09.09.2019

Liebes Netzwerk,
Liebe Freunde,

auch für uns ist es soweit: Wir machen Urlaub! Vom 21.08. bis 09.09. verabschieden wir uns in die wohlverdiente Sommerpause.

Ein paar Tipps zum Zeitvertreib geben wir noch mit auf den Weg:

Ausstellungen und Führungen

  • Für diejenigen, die in München bleiben empfehlen wir die kostenfreien Rundgänge im NS Dokumentationszentrum:
  1.  „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“ (Immer dienstags)Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Romanverfilmung „Die Stadt ohne Juden“ von 1924, eine Satire auf den seinerzeit grassierenden Antisemitismus in Wien, die auf Hugo Bettauers gleichnamigem Roman basiert.
  2. „München und der Nationalsozialismus“ (Immer sonntags)
    Die Dauerausstellung „München und der Nationalsozialismus“ behandelt die Themen Ursprung und Aufstieg des Nationalsozialismus in München, die besondere Rolle der Stadt im Terrorsystem der Diktatur und den schwierigen Umgang mit dieser Vergangenheit seit 1945.
  • Die Ausstellung „Typisch München“ mit anschließender Stadtführung ist nicht nur für Besucher unserer schönen Metropole sehenswert, auch Münchner können ihr Wissen über die Stadt erweitern: „Was ist typisch München und warum? Die Dauerausstellung „Typisch München!“ zeigt Ihnen Bekanntes, Unbekanntes und auch Unerwartetes aus den Anfängen der „Weltstadt mit Herz“. Auf dem anschließenden Innenstadt-Rundgang begeben sich die Teilnehmer*innen auf die Spuren der „typischen“ Münchner Sehenswürdigkeiten.“

Buchtipps

Da auch Lesestoff, - vor allem in den Ferien nicht fehlen darf, empfehlen wir folgende Bücher im interkulturellen Kontext:

 

  • Heimat im Kochtopf: „Menschen, die gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, müssen meist so gut wie alles Materielle zurücklassen. Dafür bringen sie ein reiches kulturelles Gepäck mit etwa ihre kulinarischen Traditionen. Das gemeinsame Essen, das in ihrem täglichen Leben ohnehin einen großen Stellenwert genießt, wird in der Fremde zum ganz besonderen Ritual: eben Heimat im Kochtopf. 12 Flüchtlingsfamilien unter anderem aus Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Guinea Conakry, Kurdistan, Mongolei, Sri Lanka, Tibet laden in diesem außergewöhnlichen Kochbuch zu Tisch. Sie erzählen ihre Geschichte und verraten ihre Lieblingsrezepte, vom einfachen Gemüseeintopf bis hin zum großen Menü, für das auch gerne einmal mehrere Tage lang gekocht werden darf. Einkaufstipps, Hilfestellungen bei der Zubereitung der Zutaten sowie vegetarische Optionen ergänzen die Rezepte. Solidarität geht durch den Magen!
     
  • Drachenläufer: „Afghanistan 1975: ein Land im Schatten der Geschichte. In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will, um seinem Vater seine Stärke zu beweisen. Dazu braucht er die Hilfe seines Freundes Hassan. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft, die allen Herausforderungen aus der Nachbarschaft standhält. Bis am Ende des erfolgreichen Wettkampfs diese Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten wird. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich, während das Land gleichzeitig seiner Zerstörung entgegengeht. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen.“
     
  • Mama Superstar: „Im Buch geht es um die „Migrant Mamas”, die aus aller Welt hierher nach Deutschland gekommen sind. Es geht um ihre ersten Erfahrungen, Sprachhürden, Erziehung, kulturelle Küche, aber vor allem geht es den Autorinnen darum, Migration als das Geschenk zu feiern, das es eben sein kann.“
     
  • Menschenkind: „Ein großes Epos über die Sklaverei – der bekannteste Roman der kürzlich verstorbenen Nobelpreisträgerin Toni Morrison. Sethe - die auf der Flucht aus der Sklaverei ihr Leben riskierte, ihren Mann verlor und ein Kind begraben musste, die unvorstellbares Leid ertrug und dennoch nicht den Verstand verlor - lebt seit langem in einem kleinen Haus am Rande von Cincinnati, wo sie die Vergangenheit auszulöschen versucht. Doch im Haus Nr. 124 der Bluestone Road treibt ein Spuk sein Unwesen: Der widerspenstige Geist von Sethes Tochter, die vor achtzehn Jahren ums Leben kam, will nicht vergessen werden. Das Kleinkind, dessen Tod Sethe nicht überwinden kann, starb namenlos; sein Grab trägt allein das Wort "Menschenkind". Als Paul D eines Tages vor Sethes Tür steht, reißt er alte Wunden wieder auf - und setzt so einen schmerzhaften Heilungsprozess in Gang...
     
  • Verlorene Mitte, feindselige Zustände: „Deutschland ist in Unruhe. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber. Rechtsextreme Gruppen treten öffentlichkeitswirksam an der Seite »normaler« Bürgerinnen und Bürger auf, rechtspopulistische Forderungen und Diskurse erhalten scheinbar immer mehr Raum in Politik und Debatte.
    Wie weit sind rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen tatsächlich in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen? Haben Polarisierungen und Konflikte die Norm von der Gleichwertigkeit aller Gruppen verschoben? Gegen wen richtet sich die Ablehnung? Ist die demokratische Mitte geschrumpft oder verloren?
    Veranstaltungshinweis: Am 07.11.2019 veranstaltet die Akademie der Nationen der Caritas eine Lesung mit Hr. Prof. Zick und anschließender Podiumsdiskussion.

 

In eigener Sache…

Wir freuen uns sehr die Neulandzeitung als Netzwerkpartner gewonnen zu haben: „Zunächst ist Neuland eine Erfahrung. Es ist etwas Fremdes. Ein Raum von Hoffnung und Sorge, in welchem man mal von Neugierde, mal von Angst geleitet wird. Und dann ist da dieser Moment, in dem das vorerst Fremde plötzlich bekannt erscheint und die Zuversicht die Oberhand gewinnt. Genau diese Erfahrung soll NeuLand als Zeitung ermöglichen. In NeuLand sprechen Menschen, die in diesem Land neu sind, zu all den Menschen, denen es zutiefst vertraut ist. Auch wenn es beide Seiten sind, die Neuland betreten, stellen die Stimmen von geflüchteten Menschen und MigrantInnen den Kern von NeuLand dar. Diese Stimmen erzählen Geschichten, schildern Erfahrungen und Träume. Sie sollen hörbar gemacht werden. Jeder der NeuLand liest, hat die Möglichkeit mitzuerleben, jeder kann durch diese Lektüre Perspektiven nachvollziehen. Eine Zeitung, in der MigrantInnen und geflüchtete Menschen als Autoren auftreten, eine Zeitung, die das Ziel verfolgt, Dialoge zu initiieren und Begegnungen einzuleiten, eine Zeitung die Fremdes zu Bekanntem macht, das ist NeuLand.  https://www.neulandzeitung.com/

Und nun wünschen wir allen einen schönen Sommer und den ein oder anderen spannenden interkulturellen Input!

 

Herzliche Grüße!

 

Das IKW-Team


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GastautorIn dieses Artikels

Vesna Corak