Kochen, tanzen, reden, radeln…

Leuchtende Beispiele
JUNOs machen gemeinsam ein Picknick
14.12.2017

Kochen, tanzen, reden, radeln…

"JUNO - Eine Stimme für Flüchtlingsfrauen" bringt einheimische und geflüchtete Frauen in geschütztem Rahmen zusammen.

 

  • JUNO macht ein gemeinsames Abendessen im Bellevue di Monaco
  • JUNOs tanzen gemeinsam am Starnberger See
  • Injera ist gesäuertes flaches Brot aus Eritrea

Käme die römische Göttin der Vitalität und Weiblichkeit Juno nach München, was würde sie tun? Vermutlich würde sie tanzen. Sie würde tanzen gemeinsam mit Frauen, deren Schicksale unterschiedlicher nicht sein können und die doch so vieles gemeinsam haben.

Tanzen im Bellevue di Monaco

Am Dienstagabend herrscht im Bellevue di Monaco buntes Treiben. Um 18 Uhr treffen sich Frauen aus verschiedensten Ländern der Welt, um zu tanzen. Zum Teil sind sie geborene Münchnerinnen, zum Teil kommen sie aus Afghanistan, Syrien oder Somalia. Gemeinsam mit einer Tanzlehrerin verbinden die Frauen die boarische Polka mit Tänzen aus ihren Herkunftsländern.
Anschließend geht es in den großen Saal im Erdgeschoss. Während im Hintergrund eine kleine Gruppe von Frauen kocht, wird im großen Raum gelacht, gequatscht und gespielt. Kinder wuseln herum, der Geruch von gebratenen Bananen liegt in der Luft. Neue in der Runde werden herzlich begrüßt. Kleine Grüppchen sitzen und stehen beisammen. Die Frauen können unter sich sein, Kontakte knüpfen und jede Woche aufs Neue einen Abend erleben, der von Freude und Leichtigkeit geprägt ist.

Buntes Programm am Montagnachmittag

Auch der Montagnachmittag steht bei JUNO im Zeichen des Austauschs. Beim Offenen Café ist das Programm so bunt wie der kleine Raum in der „Ente 39“, in dem sich die Frauen treffen. Bei Kaffeeduft zwischen grünen Pflanzen und farbigen Tassen besprechen sie sich zunächst. Je nach Wetter, Lust und Laune wird ein Programm zusammengestellt: radeln, Kaffee trinken, Theater, Workshops zur Gesundheit - das Repertoire ist groß. Dass die Sprachen oft unterschiedlich sind, stört nicht. Einzelschicksale, Probleme im Münchner Alltag haben Raum, können aber bei den JUNO-Treffen in den Hintergrund treten. Gemeinsamkeiten, Engagementwillen und die Stärke der Frauen treten in den Vordergrund. Unter sich sein tut gut.  

Einander Lebensfreude geben

Was wünscht sich JUNO? Britta Coy, die quirlige Geschäftsführerin der Frauenorganisation muss nicht lange überlegen: „Das vielfältige Angebot wird von geflüchteten Frauen gut – und immer besser – angenommen. Schön wäre es, wenn noch mehr Münchnerinnen dazu kommen. Für die Begegnungen bei JUNO brauchen wir einheimische Münchner Frauen. Wir laden alle Münchnerinnen herzlich ein, mitzumachen und sich einzubringen.“

Für die Begegnungen bei JUNO brauchen wir einheimische Münchner Frauen.

Mitmachen kann z.B. heißen am Dienstagabend dabei zu sein; immer mal wieder. Dann, wenn der eigene Terminplan es zulässt. Wer etwas mehr geben und zurückbekommen möchte, kann eine Patenschaft übernehmen und sich regelmäßig mit einer der geflüchteten Frauen treffen. Verschiedenes kann im Rahmen einer Patenschaft unternommen werden: Ausflüge machen, Deutsch lernen, Unterstützen bei der Suche nach einem Praktikumsplatz, gemeinsam kochen oder, oder, oder… Klar ist, dass bei einer Patenschaft beide Seiten viel für sich mitnehmen.     

Und die römische Göttin? Sie nimmt am Ende des offenen Tanzabends alle Frauen einmal in den Arm, zum Abschied. Aber es ist kein Abschied für lange. Denn sie kommt wieder. Nächste Woche.

DU BIST WEIBLICH UND OFFEN FÜR NEUE BEGEGNUNGEN? Ihr möchtet wissen was JUNO noch alles anbietet? Schaut für weitere Infos einfach auf www.juno-munich.org und kommt persönlich vorbei. JUNO freut sich auf Euch!   


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AutorIn dieses Artikels

Dorothea Curchod
Freiwilligen-Zentrum Innenstadt